Parasiten bei Kleintieren

Ob Zeck' oder Floh, wenn die warme Jahreszeit kommt, haben sie wieder Hochsaison - die Rede ist von den Parasiten, die unsere Haustiere quälen.

Schon an den ersten warmen Tagen des Jahres werden die Zecken aktiv. Tiere, die regelmäßig ins Freie gehen, sollten durch entsprechende Präparate geschützt werden. Durch Zeckenbisse können Erreger verschiedener Krankheiten wie z.B. Borrelien, Babesien, Anaplasmen oder Ehrlichien übertragen werden. Hunde können gegen die von Zecken übertragene Borreliose geimpft werden.


Flöhe sind das ganze Jahr aktiv. Auf Hunden und Katzen befinden sich nur erwachsene Flöhe, die Eier legen, aus denen sich Larven, Puppen und schließlich neue Flöhe entwickeln. Eier, Larven und Puppen befinden sich in der Umgebung des Tieres.


Welche Maßnahmen der Flohbekämpfung sind erforderlich?

  • Behandlung aller Tiere im Haushalt mit einem geeigneten Antiparasitikum
  • Behandlung der Schlaf-, Liege- und Lieblingsplätze des Tieres. Grundreinigung der Wohnflächen (Saugen, Wischen) und Polstermöbel
  • Im Falle eines massiven Flohbefalls: Behandlung der Umgebung mit Anti-Floh-Spray. Auch der Einsatz eines Verneblers zur Behandlung von Räumen ist möglich.

Weitere Informationen zu Flöhen und deren Bekämpfung hat die ESCCAP zusammengestellt.

Milbenbefall ist eine häufige parasitäre Erkrankung, die Hunde und Katzen sowie Nagetiere und Kaninchen betreffen und Hautausschlägen sowie heftigen Juckreiz verursachen kann. Häufig vorkommende Milben sind z.B. die klassischen Räudemilben (Sarcoptes spp.), Ohrmilben, Demodex Milben, Raubmilben und andere. Am häufigsten treten Ohrmilben auf, die im äußeren Gehörgang bis zum Trommelfell feststellbar sind. Der Tierbesitzer merkt, dass ihre Lieblinge den Kopf schütteln oder sich an den Ohren kratzen.

Welche Antiparasitika gibt es?

Kombinationspräparate bieten Schutz gegen Zecken und Flöhe, teilweise sogar Milben: Gängige Mittel sind kombinierte Floh- und Zeckenhalsbänder, Lösungen zum Auftragen auf die Haut (Spot-On-Präparate mit ein- bzw. dreimonatiger Wirkung) oder Pumpsprays. Die neuesten Entwicklungen auf dem Markt sind Tabletten mit einer Wirksamkeit von 1 bzw. 3 Monaten.

Gegen Flöhe helfen auch Injektionslösungen (nur bei Katzen) mit einer Wirkung bis zu 6 Monaten, die vom Tierarzt injiziert werden können.

Achtung Katzenbesitzer: Wirkstoffe aus der Gruppe der Pyrethroide sind für Katzen tödlich! Präparate mit den Wirkstoffen Permethrin, Deltamethrin und Flumethrin dürfen bei Katzen nicht angewendet werden. Auch Teebaumöl darf bei Katzen nicht verwendet werden – Vergiftungsgefahr!

Egal, welches Präparat Sie wählen, für einen optimalen Therapieerfolg ist die regelmäßige Anwendung nach Empfehlung des Herstellers erforderlich.

Übrigens: Die Zeitschrift Konsument hat in ihrer Ausgabe 5/2017 Zeckenschutzmittel getestet und ist zu dem Schluss gekommen, dass die beste Schutzwirkung durch Arzneimittel erzielt wird. Pflanzliche Mittel haben maximal repellierende Wirkung, Zecken werden „abgeschreckt“, jedoch nicht getötet.

savs-511877-unsplash.jpg